
Wie alles begann
Bis zu meinem 20. Lebensjahr ernährte ich mich alles andere als gesund. Ich war eigentlich das komplette Gegenteil zu heute. Meine Ernährung war die reinste Katastrophe. Stark verarbeitete Tiefkühlprodukte, Essen aus der Mikrowelle, Fast Food, Pringels & Riffels Chips, Manner-Schnitten, Eistee und Coca Cola standen auf der Tagesordnung. Ein klassischer Schultag in der höheren Schule sah so aus: Am Morgen ein warmer Benco Kakao mit Haltbarmilch. In der Pause ein Schwarzbrot mit Leberpastete. Zu Mittag eine Leberkässemmel, eine Wurstsemmel, einen Wurstsalat, Hamburger von McDonald’s oder sonstiges Fast Food. Am Nachmittag dann Manner-Schnitten, Pringels oder Chips und am Abend Tiefkühlprodukte oder Essen aus der Mikrowelle mit Eistee oder Coca Cola. Trotzdem blieb ich irgendwie schlank. Wahrscheinlich aufgrund der vielen Bewegung. Gott sei Dank wuchs ich am Land im nördlichen Niederösterreich auf und es gab noch keine Computer und Smartphones. In meiner frühen Kindheit war ich mit meinen Freunden sehr oft mit dem Fahrrad und zu Fuß unterwegs. Entweder haben wir Staudämme an kleinen Flussläufen oder Banden in Waldstücken gebaut, Räuber und Gendarm gespielt, Kastanien oder verschossene Golfbälle gesammelt, Kirschen direkt von den Bäumen gegessen oder den Bach erkundet. Bis zu meinem 19. Lebensjahr spielte ich zusätzlich 4-5 Mal in der Woche Fußball. Durchaus mit Ambitionen zum Profifußballer. Eine Ehrung als bester Jugendtorhüter im Jahr 1992, zahlreiche Meistertitel mit dem Sportinternat Hollabrunn und dem SV Stockerau als auch die Einberufung zu Sichtungsspielen für das österreichische Nationalspiel brachten Hoffnungen zu Tage. Ich denke das war auch mein erster Berufswunsch.
Die ersten gesundheitlichen Probleme

Mein Weckruf: Ein Unfall, der tödlich ausgehen hätte können
Kurz vor meinem 21. Geburtstag war ich auf dem Weg nach Hause vom Dienst beim roten Kreuz. Ich absolvierte gerade meinen Präsenzdienst. Es war früher Nachmittag und ich fuhr meine gewohnte Heimstrecke auf der Bundesstraße, bis meine Augen begannen immer schwerer zu werden. Plötzlich erschreckte mich ein lauter Krach. Ich hatte einen Sekundenschlaf und war in einer Rechtskurve an einer Leitplanke touchiert. Mein Herz pumpte und Adrenalin strömte durch meine Adern. Ich hielt das Lenkrad fest im Griff und starrte auf den Gegenverkehr. Für einige Minuten konnte ich nicht fassen was passiert war. Es dauerte einige Stunden, bis ich realisierte, dass ich sehr großes Glück hatte. Wäre der Vorfall ein paar Sekunden später passiert, wäre ich in den Gegenverkehr gekommen. Mein weißer, alter Opel Kadett mit dem Baujahr 1993 hat noch nicht einmal Airbags. Das hätte kein gutes Ende genommen und ich wäre höchstwahrscheinlich nicht mehr am Leben. Aber anscheinend sollte das ein Weckruf sein. Ein Weckruf, endlich mein Leben in den Griff zu bekommen. Mir wurde klar, dass das Leben zu kurz ist um in Selbstmitleid zu versinken. Um ständig nur von Dingen zu träumen, die man gern hätte.
Der Startschuss durch Sasha Walleczek
So fing ich an mir zu arbeiten. Ich verschlang Bücher, ich fing an zu Laufen und ich ernährte mich gesünder. In Punkto Ernährung war Sasha Walleczek mein erstes Vorbild. Sie ist eine österreichische Moderation, Autorin und Ernährungsberaterin. Vielleicht kennst du sie. Ich las ihre Bücher, probierte die Walleczek-Methode und verfolgte ihre Sendungen. Von dort ging es dann jahrelang auf und ab. Das Abnehmen wollte nicht so recht klappen. Ich fühle mich häufig überfordert mit all den Dingen, die man bei verschieden Ernährungsformen beachten musste und fiel immer wieder in alte Verhaltsmuster zurück. Es gab so viele Gebote und Regel. Somit waren die Umstellungen immer von starkem Verzicht gekennzeichnet. Danach kamen zig weitere Ernährungsformen und Methoden. Angefangen bei einer bewussteren Ernährung, bis zu eiweißreicher Ernährung für den optimalen Muskelaufbau, Low-Carb Ernährung zum Abnehmen und vegetarischer, bzw. veganer Ernährung aus gesundheitlichen Gründen, Fasten zum Entgiften, Rohkost Ernährung und zuletzt die Grüne Smoothies. Die Geschichten darüber wären mehrere Seiten lang, daher kürze ich sie ab und springe gleich zu den grünen Smoothies.
Der erste Kontakt mit Grünen Smoothies
Auf der Rohvolution (Rohkostmesse) in Berlin 2012 stieß ich das erste Mal auf grüne Smoothies. Als ich den ersten grünen Smoothie bei einer Verkostung zu mir nahm, schreckte mich die Farbe etwas ab, aber der Geschmack war gut. Ich hatte danach häufig Phasen, wo ich ihn ein paar Wochen häufiger trank, aber so richtig überzeugt war ich noch nicht. Meistens hörte ich nach 2-3 Wochen wieder auf. Knapp ein halbes Jahr später, startete ich meine Ausbildung zum Ernährungstrainer an der Vitalakademie in Wien und ich war auf der Suche nach einem Diplomarbeitsthema. Grüne Smoothies war ein Thema, das mich sehr interessierte, also begann ich mehr darüber zu lesen. Am 1.1.2013 startete ich daher meine eigene 30-Tage-Challenge, wo ich mir nur ein einziges Ziel setzte. Nämlich täglich 0,5 Liter grüne Smoothies zu trinken umso meinen Obst- und Planzengrünkonsum zu steigern. Denn trotz meiner veganen Ernährung war der relativ niedrig. In den Wochen änderte sich nicht viel, aber ab 3. dritten Woche stieg mein Energielevel drastisch. Meine Verdauung und mein Hautbild verbesserte sich. Die Lust auf Süßigkeiten lies nach, bis ich gar keine mehr einkaufte. Ich war so begeistert, dass ich begann über meine Erfahrung auf meinem Blog zu schreiben und Tipps sowie Rezepte auf meiner Facebook Seite zu veröffentlichen. Daraus ist jetzt eine der größten, deutschsprachigen Facebook Communities mit über 112.000 Fans (Stand Juli 2017) entstanden. Zusätzlich bekam ich vom riva Verlag der Münchner Verlagsgruppe die Chance, ein Buch zu schreiben, welches am 11. April 2016 erschien. > Hier findest du mehr Informationen zum Buch Oder: > Du kannst es hier auf Amazon ansehen: 
Warum ich diese Website betreibe und was mich motiviert?

Der Food Revolution Day

Diese, von Jamie Oliver ins Leben gerufene, Food Revolution Bewegung liegt mir sehr am Herzen. Denn eine nachhaltige Veränderung im Ernährungsverhalten der Bevölkerung schafft man meiner Meinung nach nur, wenn man bei den Kindern beginnt. Deswegen bringen jährlich weltweit über 900 Menschen in 74 Ländern am sogenannten Food Revolution Day Kindern gesundes Essen, auf spielerische und lustige Weise, näher. 2013 und 2014 fanden die ersten beiden Food Revolution Vienna Events statt. Hier ein paar Impressionen vom Event im Jahr 2014:


